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Merkmale |
Feldhase
Lepus europaeus
Die Ohren ("Löffel") des Feldhasen sind länger als sein Köpfchen und
mit schwarzen Spitzen versehen. (Beim Schneehasen sind sie
gleich lang wie das Köpfchen und haben ebenfalls schwarze Spitzen.
Beim Kaninchen sind sie kürzer.) Der Feldhase besitzt einen kurzen,
stark behaarten Schwanz ("Blume"), dessen Unterseite weiß und dessen
Oberseite schwarz ist. Das Fell wird zweimal im Jahr gewechselt. Im
Winter ist es dichter und länger. Die Fellhaare sind weiß und mit
schwarz-braunen Spitzen versehen. Dadurch bekommt das Hasenfell eine
rötlich-braungraue Farbe. Die Bauchseite ist hell gefärbt. Durch die
starken und überlangen Hinterbeine und die guten Lungen sind
Feldhasen sehr schnelle und ausdauernde Läufer. Auf der Flucht vor
Bodenfeinden, wie Füchsen und streunenden Hunden, können sie bis zu
4 Meter weit springen. Zwischen den Sprüngen können sie rasche
Richtungswechsel machen und schlagen "Haken". |
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Verbreitung |
Schneehase
Lepus timidus
lebt in den Niederungen und im Hügelland, vornehmlich in unverbautem
Gebiet. Die Häsin kann in einem Jahr 3 - 4 Geburten ("Würfe") mit je
1 - 4 Jungen großziehen. Die neugeborenen Feldhasen haben schon bei
ihrer Geburt ein dichtes Fell und können schon am ersten Tag sehen
und kriechen. Feldhasen sind Einzelgänger, die sich nur in der
Paarungszeit zusammenfinden. Die Zahl der Feldhasen ist in den
letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Gründe dafür sind die
verstärkte Mechanisierung der Heu- und Getreideernte, der Einsatz
von Spritzmitteln, sowie ganz allgemein eine Verringerung des
Lebensraums durch Straßen- und Häuserbau und eine Einengung durch
das Abholzen von Hecken. |
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Rehwild
Capreolus capreolus |
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Merkmale
Verbreitung |
Brunftzeit: Juli - ca. 10. August Trächtigkeitsdauer: ca.
41 Wochen, davon 18 Wochen Eiruhe Wurfzeit: Mai - Juni Bei
einer Rückenhöhe bis 75 cm hat das Reh eine zierliche Gestalt und
hohe Beine ("Läufe") mit schmalen, scharfrandigen Hufen ("Schalen").
Sein Fell ist im Sommer rotbraun und im Winter graubraun. Der große,
weiße Fleck am Hinterende ("Spiegel") leuchtet besonders in der
Dämmerung. Er dient den Kitzen zur Orientierung und hilft dem
nachfolgenden Rudel auf der Flucht.
Das Reh ist unsere häufigste und kleinste geweihtragende
Schalenwildart, die vom Tiefland bis in das Hochgebirge vorkommt.
Mit den in Österreich vorkommenden Hirscharten Rot-, Sika- und
Damhirsch ist es entfernt verwandt. |
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Trophäe und Jagd |
Nur der Bock trägt ein Geweih. Normalerweise erreicht die
Geweihstärke bei einem Alter von 5 bis 7 Jahren ihren Höhepunkt.
Nur ausnahmsweise zeigen Rehkronen auch mehr als sechs Enden.
Von Oktober bis Dezember wird das Geweih abgeworfen. Die Jagd
auf Rehwild erfolgt zumeist vom Ansitz und während des
Pirschganges.
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Rotwild
Cervus elaphus |
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Merkmale |
Brunftzeit: September - Oktober Trächtigkeitsdauer: 32
Wochen Wurfzeit: Mai - Juni Bei einer Schulterhöhe bis 1,5 m
und schlanken, aber kräftigen Beinen kann der Rothirsch schnell
laufen, weit springen und auch gut schwimmen. Sein Fell ist im
Sommer rotbraun, im Winter graubraun. Der männliche Hirsch hat eine
dicke Halsmähne.
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Verbreitung |
Der
Rothirsch ist Österreichs größte geweihtragende Wildart. Aus dem
früheren Steppentier wurde bei uns ein reiner Waldbewohner. Durch
die geänderten Lebensbedingungen (Straßen- und Siedlungsbau,
Tourismus,...) und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen
sind die Lebensräume für den Rothirsch in Österreich stark
eingeschränkt worden. |
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Damwild
Dama dama |
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Merkmale |
Brunftzeit: Oktober bis November Höhepunkt Mitte
Oktober Trächtigkeitsdauer: 32 Wochen Setzzeit: Mai -
Juni Junge 1 (-2) Der
Damhirsch ist deutlich größer als ein Reh, aber kleiner und vor
allem leichter als ein Rothirsch. Die europäische Unterart hat eine
Kopfrumpflänge von 130 bis 175 Zentimetern, einen etwa 20 Zentimeter
langen Schwanz, eine Schulterhöhe von 80 bis 105 Zentimetern und ein
Gewicht von etwa 65 (Männchen) beziehungsweise 45 Kilogramm
(Weibchen). Männchen der etwas größeren, mesopotamischen Unterart
können Kopfrumpflängen von über 2 Meter erreichen. Der Damhirsch hat
einen verhältnismäßig stärkeren Körper, kürzeren Hals, kürzere und
minder starke Läufe als der Rothirsch und deutlichere Tränengruben
und ein mit runder Stange und Augensprosse versehenes, oben
schaufelförmiges Geweih mit Sprossen am hinteren Rand.
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Verbreitung |
Im letzten
Interglazial war der Damhirsch noch in Mittel- und Südeuropa
verbreitet, wurde aber in der folgenden Kaltzeit auf das
Mittelmeergebiet beschränkt. Das ursprüngliche rezente
Verbreitungsgebiet ist nicht genau bekannt. Vermutlich war die Art
auf Klein- und Vorderasien beschränkt, möglicherweise kam sie aber
auch in Nordafrika und Südeuropa vor. Seit der Antike führten die
Phönizier und nach ihnen die Römer den Damhirsch in vielen Ländern
des Mittelmeerraums ein, also in Griechenland, Italien, Spanien und
Nordafrika. |
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Sikawild
Cervus nippon |
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Merkmale |
Brunftzeit: Mitte September bis Ende November Höhepunkt
Mitte Oktober Trächtigkeitsdauer: 31 - 33 Wochen Setzzeit:
Mai - Juli Junge 1
selten 2
Mit einer Kopfrumpflänge von 100 - 150 cm, einer Schulterhöhe von 75
- 110 cm und einem Gewicht von 40 - 80 kg ist der Sikahirsch
deutlich kleiner als ein Rothirsch und etwa so groß wie ein
Damhirsch. Das Fell ist braun und trägt zahlreiche weiße Flecken,
die in sieben bis acht Längsreihen angeordnet sind. Im Winter
verblassen diese Flecken und sind manchmal kaum auszumachen, während
sie im Sommer in einem deutlichen Kontrast zur übrigen Fellfarbe
stehen. Vom ebenfalls gefleckten Damhirsch ist der Sikahirsch leicht
durch das Geweih zu unterscheiden, das keine Schaufeln bildet und je
Stange nur zwei bis fünf Enden hat. Im Winter bildet sich bei beiden
Geschlechtern eine dichte Halsmähne |
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Verbreitung |
Das
ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Sikahirsches
umfasste den Ostteil der Volksrepublik China,
Südost-Sibirien, Korea, Japan, Taiwan und den
äußersten Norden Vietnams (Einzelheiten siehe
Unterarten). Mit Ausnahme der Japanischen Inseln
sind sie fast überall in ihrem natürlichen
Verbreitungsgebiet bedroht. Durch den Menschen sind
Sikahirsche in zahlreichen Gegenden der Welt
eingeführt worden, so auch in Europa.
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Mufflon
Ovis gmelini musimon |
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Merkmale |
Brunftzeit: Oktober bis Dezember Trächtigkeitsdauer: 150
- 160 Tage Setzzeit: Mitte März - Mai Junge 1 selten 2
Mufflons haben eine Körperlänge
bis 120 cm, eine Schulterhöhe von 125 cm, ein Gewicht von 25 – 40 kg
bei Schafen, 35 - 55 kg bei den Widdern. Das Mufflon hat ein glattes
Haarkleid, die Widder sind im Sommer fuchsrotbraun, meist mit
weißlichem Sattelfleck, die Schafe sind bräunlich. Im Winter sind
beide Geschlechter dunkler. Die Widder haben schneckenförmig
eingedrehte Hörner bis über 1m Länge, Weibchen haben auf Sardinien
gar keine Hörner, auf Korsika dagegen kleinere, leicht nach hinten
gebogene Hörner. |
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Verbreitung |
Ursprünglich lebten Mufflons in offenen
Gebirgslandschaften auf steinigen, trockenen Böden.
In Mitteleuropa eingebürgert, leben sie in Laub- und
Mischwaldgebieten sowohl im Flachland als auch in
den Mittelgebirgen, wobei trockene und steinige
Böden bevorzugt werden. Bei ungünstigen feuchten
Bodenverhältnissen kann es leicht zu
Schalenerkrankungen (Moderhinke) kommen, die auch
zum Tode führen können
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Schwarzwild
Sus scrofa |
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Merkmale |
Paarungszeit: Oktober - Mai Trächtigkeitsdauer: 15,5
Wochen Wurfzeit: entsprechend der Paarungszeit Das
Wildschwein weist einen gedrungenen Körper mit hohem, keilförmig
gestrecktem Kopf auf. Kopf und vorderer Brustteil machen ca. ein
Drittel der Gesamtlänge aus. Der Kopf ist keilförmig und besitzt
kleine Augen und große, dreieckige Ohren. Der Schwanz ("Pürzel"), an
dessen Ende sich lange Haare befinden, ist bis ca. 25 cm lang. Die
Haut ("Schwarte") ist mit steifen, an der Spitze mehrfach
gespalteten Borsten bedeckt. Sie sind am längsten über dem Widerrist
und werden bei Erregung aufgestellt. Im Winter sind die Borsten
durch die Unterwolle durchwachsen und geben dem Schwarzwild Schutz
vor Kälte. Die Borsten sind silbergrau bis schwarz im Winter. Nur
die Jungen ("Frischlinge") sind charakteristisch längsgestreift. Die
Männchen ("Keiler") besitzen einen massigeren und längeren Kopf ,
die Eckzähne sind beim Keiler wesentlich besser ausgeprägt als beim
Weibchen ("Bache"). |
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Gamswild
Rupicapra rupicapra |
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Merkmale |
Paarungszeit: Oktober - Dezember Hauptzeit
November
Trächtigkeitsdauer: ca. 6 Monate Setzzeit: Mai -
Anfang Juni Junge: 1 - 2
Eine Gämse wird einen Meter lang, hat einen acht Zentimeter langen
Schwanz, ist am Widerrist 75 Zentimeter hoch und wiegt 30 bis 50
Kilogramm. Sie ist gedrungen und kräftig gebaut, mit ziemlich
schlankem Hals, kurzem, nach der Schnauze hin stark verschmälertem
Kopf, mit spitzen Ohren von nahezu halber Kopfeslänge, langen,
starken Füßen, ziemlich plumpen Hufen, ohne Tränengruben und mit bis
zu 25 Zentimeter langen, drehrunden Hörnern (sog. Krucken), die an
der Wurzel geringelt sind, gerade aufsteigen und an der Spitze
rückwärts gebogen sind. Beide Geschlechter tragen Hörner. Hinter
ihnen befindet sich eine in einen Drüsensack führende Höhle, die so
genannte Brunftfeige, aus der sich zur Brunftzeit ein schmieriges,
übelriechendes Sekret absondert.
Gamsbart, büschelförmiger, in Österreich
und Bayern gebräuchlicher
Hutschmuck für Männer aus den langen Haaren auf dem Hinterrücken
erwachsener Gamsböcke |
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Merkmale |
Paarungszeit: Jänner - Februar Trächtigkeitsdauer: 53
Tage Wurfzeit: März - April Junge: 3 - 6 Das Fell ("Balg")
des Fuchses ist an der Oberseite gelbrot, die Unterseite
(Bauchseite) ist heller. Der Schwanz ("Lunte") weist sehr lange
Grannenhaare auf und die Schwanzspitze ist weiß gefärbt. Die Ohren
und die Vorderseite der Pfoten sind schwarz. Allerdings gibt es kaum
zwei Füchse, deren Fell genau gleichfärbig ist. Der Fellwechsel
findet nur einmal im Jahr, und zwar im Frühjahr (April - Mai) statt.
Füchsinnen ("Fähen") mit Jungen weisen noch wesentlich länger einen
Winterbalg auf, der oft sehr zerzaust oder struppig ist. Der Fuchs
kann als Einzelgänger nur kleine Beutetiere erjagen. Er verzehrt vor
allem Mäuse, Eidechsen, Schnecken, Engerlinge sowie Aas und krankes
Wild, seltener, aber gerne kleine Hasen und Vögel. Bei Gelegenheit
gräbt er auch Hummel- und Wespennester aus und verzehrt die Brut,
den Honig und das Wachs. |
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Verbreitung |
Nicht
nur wegen der vielen Märchen und Fabeln über "Reineke" ist der Fuchs
das wahrscheinlich bekannteste Raubwild unseres Landes. Als
Kulturfolger kommt er in praktisch allen Gegenden vor, und sogar in
Wäldern nahe großer Städte sind seine Fuchsbauten zu finden. |
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Merkmale |
Paarungszeit: Juli - August Trächtigkeitsdauer: 4 - 8 Monate
Eiruhe: Juli - Dezember (Ist ein Weibchen sehr früh im Jahr begattet
worden, so ruht die Keimesentwicklung bis in den Dezember)
Wurfzeit: Februar - März Junge: 2 - 3, selten 6 Mit einem
Gewicht von ca. 10 kg (im Herbst bis zu 20 kg) und einer Körperlänge
von etwa einem Meter ist der Dachs der schwerste Vertreter der
Marderartigen. Durch den nach hinten gedrungenen Körper und die
kurzen Beine wirkt er etwas plump. Der lange, schlanke Kopf mit der
rüsselartigen Nase weist eine charakteristische Zeichnung auf: Auf
jeder Kopfseite zieht sich über Auge und Ohr ein breites, schwarzes
Band, das sich deutlich vom Weiß des übrigen Kopfes und der
Ohrränder abhebt. Rückenfell und die Flanken sind grauweiß meliert,
Kehle und Brustfell sind schwarz. Der Dachs hält keinen echten
Winterschlaf, verbleibt jedoch in der kalten Jahreszeit oft Wochen,
ja sogar Monate in seinem Bau (Winterruhe) und zehrt von seinen im
Herbst angesetzten Fettreserven ("Feist"). |
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Merkmale |
Paarungszeit: Juli - August Trächtigkeitsdauer: 40 Wochen
inkl. Eiruhe Wurfzeit: April Junge: 3 - 4 Der Baummarder
hat dichtere, längere und weichere Grannenhaare als der Steinmarder.
Die Unterwolle ist gelblich. Die Sohlen seiner Pfoten sind behaart.
Sein Körper ist schlanker und hochläufiger als der des Steinmarders.
Auch sein Kopf wirkt schlanker, spitzer und höher. Die Ohren
("Gehöre") sind länger und dreieckig. Der Kehlfleck des Baummarders
ist meist dottergelb und nicht gegabelt. Von dieser Regel gibt es
jedoch leichte Abweichungen. Der Nasenspiegel des Edelmarders ist
braun gefärbt. |
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Merkmale |
Paarungszeit: Juli - August Trächtigkeitsdauer: 40 Wochen
inkl. Eiruhe Wurfzeit: April Junge: 3 - 4 Der Steinmarder hat
einen schlanken, gedrungenen, kurzläufigen Körperbau und einen 25 -
30 cm langen, buschigen Schwanz ("Rute"). Das Köpfchen ist relativ
kurz, ca. 6 cm breit und sehr flach. Die Ohren sind kurz, breit und
abgerundet. Das Fell hat eine grau- bis schwarzbraune
Grannenfärbung, die Unterwolle schimmert weiß durch. Sein weißer
Kehlfleck ist zu den Vorderbeinen hin gegabelt. Der Nasenspiegel des
Steinmarders ist meist fleischfarben. Die Sohlen der Pfoten sind
unbehaart und nackt.
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Verbreitung |
Der
Steinmarder entwickelte sich zu einem echten Kulturfolger, mit
dem auch schon mancher Autobesitzer, selbst in der Stadt,
Bekanntschaft machen konnte. |
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Merkmale |
Der
Iltis, Europäischer Iltis, Waldiltis oder Ratz ist die häufigste
einheimische Marderart. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 35-51
cm, eine Schwanzlänge von 12-19 cm und ein Gewicht von 700-1400 g.
Die Oberseite des Körpers ist hell- bis rostbraun mit hellgelblicher
Unterwolle, die Unterseite ist schwarzbraun und die Flanken setzen
sich hell ab. Auch der Kopf setzt sich hell ab und hat eine dunkle
Augenbinde. Der Schwanz und die Beine sind rußdunkel. Der Iltis ist
ein Einzelgänger und ist in Europa fast überall anzutreffen. Er gilt
als großer Rattenvertilger und ist uns daher sehr willkommen. Er
lebt normalerweise nur am Boden, nur in Notlagen klettert er auf
Bäume. Er ist ein sehr guter Schwimmer. Die Anal- oder Stinkdrüsen
sind bei ihm am besten von allen europäischen Mardern ausgebildet.
Sein Drüsensekret kann er seinen Verfolgern sehr zielsicher
entgegenspritzen. |
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Zusätzliches |
Das
Frettchen eine Unterart des Iltisses, wird auch gerne als
Haustier gehalten. Das Frettchen ist ein Albino mit weißem oder
blassgelbem Fell und roten Augen. Sie ähneln in ihrer Lebensweise
größtenteils dem Iltis |
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Hermelin
Mustela erminea |
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Merkmale |
Das
Hermelin ist ein einheimischer Erd- und Stinkmarder. Im
Sommerfell ist das Hermelin auf der Oberseite des Körpers braun und
auf der Unterseite weiß. Die Schwanzspitze ist schwarz. Im
Winterfell ist es vollständig weiß, mit Ausnahme der weiterhin
schwarzen Schwanzspitze. Das Hermelin ist normalerweise dämmerungs-
und nachtaktiv, in Gefangenschaft allerdings auch tagaktiv. Die
Hauptnahrung besteht aus Nagetieren, die häufig viel größer sind,
als das Hermelin selbst. Es frisst aber auch Vögel, deren Eier,
Lurche, Fische und Insekten. Das Hermelin ist ein Einzelgänger, nur
zur Paarung in der warmen Hälfte des Jahres duldet es für wenige
Stunden einen Partner. Außerhalb der Paarungszeit bekämpfen sich
zwei sich begegnende Tiere. Der Kampf wird mit heftigem und lautem
Keckern und gellendem Wutgeschrei begleitet. Das Weibchen bringt in
einer Erdhöhle 3-9 blinde Junge zur Welt. Mit 5-6 Wochen öffnen sich
die Augen. Zu dieser Zeit beginnen sie auch, ihre Aktivitäten nach
draußen zu verlegen. Im Herbst löst sich dann die Familie auf. Das
Hermelin ist sehr angriffslustig. |
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Verbreitung |
Die
Lebensräume sind sehr vielfältig. Man findet das Hermelin in
Parklandschaften, auf Äckern, in Wäldern und Röhricht, in Steppen,
Dünen und sogar in menschlichen Siedlungen und das alles bis in eine
Höhe von 3400 m. |
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Mauswiesel
Mustela nivalis |
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Merkmale |
Das
Mauswiesel, Hermännchen oder Kleines Wiesel ist das kleinste
Raubtier überhaupt und kommt auch bei uns vor. Es erreicht eine
Kopf-Rumpf-Länge von 17-24 cm, eine Schwanzlänge von 3-5 cm und ein
Gewicht von 40-250 g. Die Oberseite des Körpers ist braun und die
Unterseite weiß. Der Schwanz und die Füße sind komplett braun. Das
Mauswiesel gleicht dem Hermelin in Aussehen und Lebensart, nur dass
es kleiner ist. Auch die Beutetiere sind entsprechend kleiner als
die des Hermelin. Es kriecht sogar in Mäusebaue hinein und tötet
dort alle Mäuse, die dort zu finden sind. Auch das Mauswiesel ist
ein Einzelgänger. Zweimal im Jahr kann das Weibchen 3-7 blinde Junge
zur Welt bringen. Die Augen öffnen sich mit etwa 3 Wochen, gesäugt
werden die Jungen ungefähr 6-7 Wochen. Die Lebenserwartung in der
freien Natur liebt bei 5-6 Jahren, in Gefangenschaft bis zu 9 Jahre. |
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Verbreitung |
In den
kalten Regionen seines Verbreitungsgebietes erhält das Mauswiesel
auch ein reinweißes Winterfell. |
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Hühnervögel
Galliformes |
Fasan
Phasianus colchicus
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Merkmale |
Paarungszeit: April - Juni Brutdauer: 3,5 Wochen
Gelege: 8 -12 Eier Hahn: Sehr bunt, Sporn an den
Ständern, Gewicht: ca. 1-1,5 kg. Henne: Etwas kleiner und von
brauner Farbe
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Verbreitung |
Der
Fasan braucht einen Lebensraum, in dem er offene Flächen zum
Äsen und Balzen und auch Deckung sowie im Sommer Wasserstellen
findet. Im Winter soll die Schneedecke nicht zu hoch werden. Ihre
Verbreitung beschränkt sich in Österreich hauptsächlich auf das
Flachland und auf Teile des Voralpengebietes |
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Merkmale |
Paarungszeit: Februar / März Brutdauer: 3,5 Wochen
Gelege: 8 - 24 Eier Rebhühner werden ca. 34 cm groß und 350 bis
450 g schwer. Stingel und Brust grau, Schwingen rundlich, rotbrauner
kurzer Stoß.
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Verbreitung |
Das
Rebhuhn kommt bei uns in Ostösterreich vor, jedoch ist der
Bestand in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Gründe dafür
sind die intensive Landwirtschaft in Ackerbau-gebieten und die
starke Vermehrung seiner natürlichen Feinde (Habicht, Bussard,
Marder und Fuchs). |
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Greifvögel
Falconiformes
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Merkmale |
Seinen Horst legt der Bussard bevorzugt in Waldrandnähe an; auch
Lichtungen und Feldgehölze mag er. In allen Baumarten kann man
Bussardhorste finden. Im Alter von 2-3 Jahren brüten Bussarde zum
ersten Mal. Mit ihren Balzflügen beginnen die Vögel im Februar/März.
Der Horst wird auf Astgabeln in etwa 10-20 Meter Höhe gebaut. Ende
März/Anfang April legt das Weibchen 2-4 Eier in einem Abstand von
2-3 Tagen. Die Jungen schlüpfen nach etwa 5 Wochen und sitzen noch
6-7 Wochen im Nest. Selbst nach dem Ausfliegen werden die
Jungbussarde noch 45-55 Tagen von den Altvögeln versorgt, bevor sie
selbstständig sind. Durchschnittlich werden pro Brut zwischen 1,1 –
1,8 Junge flügge, doch 50 % sterben noch im ersten Jahr. Bei gutem
Feldmausangebot steigt der Bruterfolg des Mäusebussards.
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Verbreitung |
Fast
überall in Österreich ist der Mäusebussard zu finden, nur das
Innere großer Waldgebiete meidet er. Er ist nicht nur flächendeckend
verbreitet, sondern auch häufig. Lokal schwanken seine Bestände zwar
in Abhängigkeit vom Feldmaus-angebot, aber der Mäusebussard ist in
Mitteleuropa der häufigste Greifvogel.
Bussarde
sind vielseitige Jäger. Die Beute des Adlerbussards besteht aus
Mäusen, Hamstern, Igeln, Maulwürfen und jungen Hasen, aber auch
Eidechsen und anderen Reptilien, sowie aus großen Insekten |
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Merkmale |
Beim
Habicht ist das Weibchen deutlich größer und schwerer als das
Männchen. Während das Männchen etwa 50 cm groß und 740 g schwer
wird, können Weibchen 60 cm Größe erreichen und ein Gewicht von ca.
1130 Gramm. Dementsprechend jagen Weibchen und Männchen auch
unterschiedliche Beutetiere. Das Männchen bevorzugt Vögel von der
Größe einer Meise bis zur Größe eines Huhnes und erbeutet besonders
häufig Amseln, Stare, Tauben, Eichelhäher, Elstern und Krähen.
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Verbreitung |
Besonders gern jagen sowohl Männchen als auch Weibchen Tauben, die
sie im plötzlichen Überraschungsangriff überrumpeln. Dabei nutzen
die Habichte die vorhandene Deckung wie Hecken, Gräben und Häuser
zum „Anpirschen“ aus. Außerdem betreiben Habichte auch Ansitzjagd,
das heißt, sie sitzen auf einem Ast am Waldrand, warten auf Beute
und starten dann ihre überraschenden Attacken. |
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Merkmale |
Aufgeregtes Kreischen von Kleinvögeln ist plötzlich aus einem
Gebüsch zu hören. Ein etwa taubengroßer Vogel hat sich in einen
Strauch gestürzt und fliegt jetzt mit schnellen Flügelschlägen und
einer Kohlmeise im Fang nur einige Meter weiter auf einen
Baumstumpf. Federn stieben- der Sperber hat mit seiner rasanten Jagd
wieder einmal Erfolg gehabt und beginnt gleich damit, seine Beute zu
rupfen. Die Aufregung der mit dem Schrecken davon gekommenen Vögel
dauert noch lange an.
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Verbreitung |
Der
Sperber kommt bei uns in ganz Österreich vor. Besonders gern
jagen sowohl Terzel als auch das um etwa ein Drittel größere
Weibchen nach Singvögel. Der Sperber ist einer der "Kamikaze" unter
den Greifvögeln. |
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Merkmale |
Falken sind dank ihres langen Schwanzes und der spitzen Flügel
die schnellsten Greifvögel. Ihre Spezialität ist die Jagd in der
Luft, ihre Hauptbeute sind Vögel. Der Saker- oder Würgfalke
allerdings jagt am liebsten Ziesel.
Die Flügel legt der Turmfalke im Stoßflug an. Beim Rütteln wird der
Schwanz weit gefächert. Dann ist gut zu erkennen, ob es sich um ein
erwachsenes Männchen oder um ein Weibchen handelt: Männchen haben
einen grauen Schwanz mit breiter, schwarzer Endbinde. Beim Weibchen
dagegen ist der Schwanz rötlich braun wie das übrige Gefieder und
gebändert. Die wichtigste Beute sind Mäuse, Sperlinge und in manchen
Gebiet große Insekten. Spitz zulaufende Flügel unterscheiden die
Falken von Bussarden oder Habichten. Das Weibchen ist etwas größer
als das Männchen. Während es brütet, sorgt das Männchen für Nahrung.
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Verbreitung |
Der
bekannteste und auffälligste Falke Europas, Asiens und weiter Teile
Afrikas ist der Turmfalke. Man sieht ihn oft im Ansitz auf Pfosten,
Masten oder Bäumen oder im Rüttelflug in der Luft "stehen", bevor er
blitzschnell auf Beute am Boden hinabschießt und zustößt. |
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Merkmale |
Mit
ihren sichelförmigen Flügeln wirken sie wie große Mauersegler. Viel
größer und massiger ist dagegen der Wanderfalke (Falco peregrinus),
der 39-50 cm lang wird und mittelgroße Vögel, wie Tauben, Enten und
Strandvögel, erbeutet. Er hat einen ausgeprägten Bartstreif und
breitere Flügel. Die Unterseite des Wanderfalken ist fein graubraun
gebändert, während sie beim Baumfalken Längsstreifen aufweist und in
"roten Hosen" endet. Baumfalken jagen bevorzugt an Waldrändern, in
Gewässernähe und über Schneisen, wo sie Insekten und Schwalben
fangen. Diesen folgen sie sogar bis ins afrikanische Winterquartier.
Jungvögel haben noch keine "roten Hosen" und sind oberseits brauner
als die adulten Baumfalken.
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Verbreitung |
Kleine,
schnittige Falken, die an einem Sommerabend Libellen oder andere
Insekten fangen und im Flug verzehren, sind meist Baumfalken, im
südöstlichen Europa auch Rotfußfalken (Falco vespertinus). Jagen sie
aber in rasendem Flug Schwalben, handelt es sich gewiß um
Baumfalken. |
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Merkmale |
Größe
Weibchen: 46-51 cm, Spannweite: 105-117 cm
Größe Männchen: 38-45 cm, Spannweite: 80-100 cm Oberseite
dunkel blaugrau-schiefergrau, Hinterrücken heller. Deutlicher
schwarzer Bartstreif. Unterseite relativ eng quergebändert; Backen,
Kehle konstrasierend weiß, beim adulten Männchen auch die
Vorderbrust. Jungvögel hingegen oberseits dunkelbraun, unterseits
auf lehmfarbenem oder weißem Grund kräftig längsgestreift.
Verwechslung möglich mit Würgfalke und Baumfalke. Fänge bei Adulten
gelb, bei Jungvögeln fahl grünlichgelb.
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Verbreitung |
Nahezu
weltweit, da seine Ansprüche an den Lebensraum gering sind: Er
braucht freie Flächen für die Luftjagd auf Vögel und frei
zugängliche Brutplätze. Nahrung: Vögel jeglicher Art und je nach
Angebot, bis hin zu Reihern. Fängt fast ausschließlich fliegende
Vögel, die er vom Ansitz her, auch weiter entfernt erspäht. Er
erreicht bei der Jagd auf größere Distanz eine Geschwindigkeit bis
zu 380 Stundenkilometern. Beute, die sich vor dem Aufprall fallen
läßt, kann sich daher oft retten, da der Wanderfalke gar nicht so
schnell bremsen und wenden kann. Die Erfolgsquote der Jagd liegt
zwischen 50 und 60 %.
Fortpflanzung: Felsbrüter und Gebäudebrüter (in Kirchtürmen,
auf hohen Masten und in Industrieschornsteinen) sowie Baumbrüter; in
Nord- und Nordosteuropa auch Bodenbrüter in Hochmooren. Gelege meist
3-4 Eier. Beide Eltern brüten 29-32 Tage. Nestlingszeit 35-42 Tage.
In den ersten 20 Tagen bringt das Männchen die Beute, das Weibchen
bleibt am Horst. Danach jagen und wachen beide Eltern. Die
Jungenführung dauert rund 2 Monate. |
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Merkmale |
Die
Rohrweihe ist wie alle Weihen ein Brutvogel offener
Landschaften. Ihren Lebensraum findet die Rohrweihe an
röhrichtreichen Gewässern, z.B. Flussauen, Teichen und Seen. Das
Nest wird in dichten Schilf- und Röhrichtbeständen am Boden
errichtet. In den letzten Jahren sind auch zunehmend Bruten in
Getreide- und Rapsfeldern oder auf Grünland festgestellt worden.
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Verbreitung |
Das
Jagdhabitat der Rohrweihe besteht aus den Schilfgürteln mit
angrenzenden Wasserflächen und Verlandungszonen, Niedermooren und
Wiesen. Die Rohrweihe ist kein Nahrungsspezialist, sondern erbeutet
Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Reptilien, Fische und
Großinsekten. |
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EULEN
Strigiformes
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Merkmale |
Mit
dem Uhu wurde 2005 eine Art zum Vogel des Jahres gewählt, deren
deutscher Name auf die lautmalerische Umschreibung ihres typischen
Rufes zurück geht. Dabei ist der Uhu kein Einzelfall. Eine ganze
Reihe von Vögeln verdankt ihre Bezeichnung der Tatsache, dass sie im
Frühling lauthals ihren Namen rufen. |
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Verbreitung |
Der Uhu
kommt weltweit mit 20 Unterarten vor, die in Größe und Färbung stark
variieren. Das Verbreitungsgebiet des Uhus reicht von Südwesteuropa,
Nordafrika, Mittel- und Nordeuropa bis nach Sibirien, Arabien,
Indien und China. In der Urlandschaft besiedelte der Uhu natürliche
Felsbänder in den Urstromtälern. Das erklärt auch heute seine
Vorliebe für wasserreiche Gebiete und Felsen, die aus der
natürlichen Waldlandschaft herausragen. Das ursprüngliche
Verbreitungsgebiet des Uhus erstreckte sich über die felsreichen
Mittelgebirge und entlang des Alpenrandes. |
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Schleiereule
Tyto alba |
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Merkmale |
Gelegentlich kann man sie in der späten Dämmerung sehen, wie sie in
niedrigem Jagdflug nach Mäusen sucht, wobei sie oft Opfer des
Straßenverkehrs wird. Auffällig sind der helle, herzförmige
Gesichtsschleier und die im Mitteleuropa goldbraune bis rein weiße
Unterseite. Zusammen mit dem weichen, durch Rütteln unterbrochenen
Flug verstärkt sie den Eindruck des "Geisterns". Durch Anbringen von
Nistkästen auf Kirchtürmen und in Feldscheunen ist es zum Teil
gelungen, den Bestand wieder zu verbessern. |
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Verbreitung |
Eine der
am weitesten verbreiteten Vogelarten der Erde ist die Schleiereule.
Sie kommt an Dorfrändern und auf Viehweiden mit Feldscheunen vor,
ist aber stellenweise in Mitteleuropa selten bis sehr selten
geworden. |
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Merkmale |
Der
Waldkauz ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa und kommt in
Wäldern, Parks, auf Friedhöfen, in Alleen und Gärten mit altem
Baumbestand vor. Der Waldkauz ist sehr anpassungsfähig, was den
Brutplatz betrifft. Die Grundfärbung des Gefieders beim Waldkauz ist
entweder rindengrau oder rostbraun. |
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Verbreitung |
Es
werden Baumhöhlen bevorzugt, aber auch ungestörte Winkel in Gebäuden
werden angenommen. Scheunen, Dachböden, Kirchtürme und Ruinen sind
nicht nur geeignete Brutplätze, sondern auch gute Tagesverstecke.
Auch in überdachten Kaminen sieht man tagsüber oft Waldkäuze sitzen.
Waldkäuze sind gewandte Flieger und Jäger und erbeuten neben Mäusen
auch Sperlinge und Stare an ihren Schlafplätzen sowie Jungkaninchen,
Tauben, Maulwürfe, Ratten sowie Frösche und Kröten. |
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Merkmale |
Der
Steinkauz - vom Aussterben bedroht
In der griechischen Mythologie galt er als Vogel der Weisheit Die
Redensart "Eulen nach Athen" tragen, steht symbolisch für
überflüssige Handlungen, da der Steinkauz gemäß den Überlieferungen
im alten Griechenland und im übrigen Mittelmeerraum ein häufiger
Vogel war. Die derzeitige Bestandssituation dieser auch bei uns
heimischen Eulenart macht es unmöglich die Redensart in die Tat
umzusetzen, denn diese nur amselgroße Eule ist bereits fast
ausgestorben. |
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Verbreitung |
Als
sogenannter "Kulturfolger" besiedelte der Steinkauz in Mitteleuropa
erst nach der Waldrodung die durch Landnutzung entstandene reich
gegliederte Kulturlandschaft. In den Siedlungen und Randbereichen
fand er auf kurzrasigen Weidegrünland, an Feldwegen, in Gärten und
Streuobstwiesen beste Nahrungshabitate. Die Beuteliste ist
umfangreich, denn der Steinkauz ist ein gewandter und flexibler
Jäger. Auf Koppelpfählen oder Einzelbäumen ansitzend, fängt er Mäuse
und kleine Vögel. Zu Fuß werden auch Insekten und Regenwürmer
erbeutet. Heute finden die wenigen umherziehenden Tiere nur noch
selten zueinander. Die Habitatsuche ist durch fehlenden
Biotopverbund fast unmöglich. Hinzu kommen tödliche Hindernisse wie
der Straßenverkehr. |
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Merkmale |
Die
Waldohreule hat mit einer Körperlänge von ca. 36 cm und einer
Spannweite von 95 cm etwa die Größe eines Waldkauzes. Sie ist jedoch
wesentlich schlanker als der Waldkauz und mit einem Gewicht von 220
bis 280 Gramm (Männchen) bzw. 250 und 370 Gramm (Weibchen) erheblich
leichter. Auffallende, große Federohren kennzeichnen diese Art. Die
Federohren haben keine Funktion im Zusammenhang mit der Hörleistung
der Eule. Zur Verstärkung der Hörleistung dient vielmehr der bei der
Waldohreule auffällige Gesichtsschleier. Die Iris der Waldohreule
ist leuchtend orangegelb. Das Gesicht wird durch eine auffällig
hervorstehende Stirnbefiederung geteilt. Die Flügel sind relativ
schmal. |
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Verbreitung |
Das
Verbreitungsgebiet der Waldohreule umfasst die gesamte Holarktis. Es
erstreckt sich von Großbritannien und Irland quer durch Eurasien
einschließlich China und der Mongolei bis nach Japan und Sachalin.
Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt in der Zone des Borealen
Nadelwaldes. In Afrika kommt sie auch im Atlasgebirge sowie in den
Bergwäldern Äthiopiens vor. Sie ist außerdem auf den Azoren sowie
den Kanaren beheimatet. Die Waldohreule besiedelt außerdem das
südliche Kanada und die nördlichen und mittleren Teile der USA. |
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WILDTAUBEN
Columbidae
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Merkmale |
Die
Ringeltaube ist 40 bis 42 cm lang und damit deutlich größer als eine
Straßentaube. Ihre Flügelspannweite beträgt 75 bis 80 cm und sie
wird 460 bis 570 Gramm schwer. Die Geschlechter sehen gleich aus:
Kopf und Rücken sind blaugrau, Schwanz-und Flügelspitzen dunkel. Die
Brust ist etwas heller graurosa, die Iris ist gelb. Deutlichstes
Merkmal sind die weißen Halsflecken, die allerdings keinen Ring
bilden. Der Nacken schillert grünlich. Im Flug erkennt man auf den
Flügeln weiße Querbänder. Trotz des eher plumpen Körperbaus sind
Ringeltauben gute und geschickte Flieger. Sie können manchmal durch
Flugmanöver ihre größten natürlichen Feinde, vor allem Habichte und
andere Greifvögel, abschütteln. Ringeltauben werden auch bejagt. |
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Verbreitung |
Der
Lebensraum der Ringeltauben sind Wälder aller Art, besonders
Waldränder, aber auch Gärten und Parks. Sie sind - abgesehen vom
nördlichen Skandinavien und Island - in ganz Europa verbreitet,
sowie rund ums Schwarze Meer und in den nördlichen Regionen von
Tunesien, Algerien und Marokko. Die nördlichen und östlichen
Populationen ziehen im Winter in großen Schwärmen nach Süden und
Westen. |
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Merkmale |
Die
Türkentaube ist 31 bis 33 cm lang und damit etwa so groß wie die
Stadttaube. Sie ist jedoch leichter und wirkt viel schlanker und
zierlicher. Ihre Flügelspannweite beträgt 47 bis 55 cm und sie wird
150 bis 200 Gramm schwer. Die Geschlechter sehen gleich aus: Das
Gefieder ist einheitlich hell-beigebraun, nur die Flügelspitzen sind
etwas dunkler, der Kopf und die Unterseite ein klein wenig heller.
Das rötliche Auge hat einen schmalen weißen Augenring. Auffälligstes
Merkmal ist der schwarze Nackenring. |
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Verbreitung |
Sie
stammen ursprünglich aus Asien, aber da sie auch in nördlicheren
Bereichen Europas durch landwirtschaftliche - und Hausabfälle ein
immer besseres Nahrungsangebot vorfanden, dehnten sie sich im Laufe
des letzten Jahrhunderts über ganz Europa aus. Sie haben sich nun
als Standvögel etabliert und leben in Parks und Gärten, immer in der
Nähe von Siedlungen, gerne in ruhigen Wohngebieten, in denen es ein
paar Nadelbäume gibt. |
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RABENVÖGEL
Corvidae
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Merkmale |
Zur
Brutzeit leben diese Tiere in Paaren, sonst in großen, auffälligen
Schwärmen. Bekannt sind diese Vögel durch ihre "Kräh"-Rufe. Sie
bauen große Nester in den Kronen alter Bäume oder auf Strommasten.
Das Weibchen brütet in 18 bis 20 Tagen 4 bis 6 Junge aus. Diese sind
nach 4 bis 5 Wochen flügge. Rabenkrähen leben monogam und bilden
Paare, die ein Leben lang zusammen bleiben. Aaskrähen erreichen ein
Alter von bis zu 13 Jahren. Aaskrähen sind Allesfresser und ernähren
sich neben Aas auch von Abfällen, Eiern und Jungvögeln (ähnlich wie
beispielsweise Elster oder Eichelhäher). |
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Verbreitung |
Die
beiden Unterarten Rabenkrähe und Nebelkrähe sind über ganz Europa
verbreitet.Die beiden Unterarten Rabenkrähe und Nebelkrähe sind über
ganz Europa verbreitet. Dabei haben sich diese zwei Rassen den
Kontinent sozusagen aufgeteilt: Westlich der Linie Fehmarn - Alpen
kommt nur die Rabenkrähe vor, östlich dieser Linie die Nebelkrähe.
Im westlichen Sibirien befindet sich die Mischzone zwischen der
Nebelkrähe und der östlichen Unterart der Rabenkrähe. Die Aaskrähen
sind in offenen Kulturlandschaften sowie an Waldrändern, in Parks
und Städten zu finden. |
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Merkmale |
Die
schwarz-weiß gezeichnete Elster ist sicherlich einer unserer
bekanntesten Singvögel. Das beweist allein schon die Tatsache, daß
der Volksmund ihr über 70 verschiedene mundartliche Namen gegeben
hat, die sich auf ihr markantes Aussehen, ihre Stimme und ihr Wesen
beziehen. Mit der schackernden Elster verbindet sich auch ein
Großteil Aberglauben, so z. B. das Stehlen von silbernen
Gegenständen. |
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Verbreitung |
Die
Elster kommt fast im gesamten Europa vor, allerdings ist sie nur
dort Brutvogel, wo ihr die entsprechenden Brutbiotope auch zusagen.
Wie fast alle Vertreter der Rabenvögel wird auch die Elster zum
Streitobjekt. Die Ursache ist vor allem das Erbeuten von Eiern und
Jungvögeln, das lokal enorme Ausmaße annehmen kann. Dieses Problem
ist vor allem deshalb so bekannt, weil die Elster ihren
ursprünglichen Lebensraum in der Feldflur fast vollständig
aufgegeben hat und stattdessen ein typischer Vogel der Städte und
Dörfer wurde. |
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Merkmale |
Seine
Körperlänge beträgt etwa 34 Zentimeter, seine Flügelspannweite etwa
53 Zentimeter und sein Gewicht etwa 170 Gramm. Sein Gefieder ist
rötlichbraun, die Flügeldeckfedern sind hellblau und schwarz
gebändert. Sein weißer Bürzel wird beim Flug besonders sichtbar. Er
fliegt einzeln bzw. in kleinen Trupps in größeren Abständen
hintereinander, nicht in Schwärmen und ist im Stande, größere
Entfernungen im Flug zurückzulegen. Sein stets aufmerksamer Alarmruf
besteht aus einem unüberhörbaren rauen, kreischenden Rätschen. Sein
üblicher Ruf ist dchää, dchää, hin und wieder kann man auch ein
bussardartiges "piüü" vernehmen. Ansonsten ist sein Gesang leise
schwätzend. Der Eichelhäher ist in der Lage, Stimmen anderer
Singvögel oder Geräusche nachzuahmen. Kommen ihm Menschen im Wald
sehr nahe, so läßt er laut sein Geschrei ertönen. Während des Fluges
ist sein Ruf nicht hörbar. |
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Verbreitung |
Der
Eichelhäher bewohnt Wälder, vorwiegend Laub- und Mischwälder, aber
auch Nadelwälder. Daneben kommt er in waldnahen Gärten und
baumreichen Parks vor. Sein Revier ist etwa 25 Hektar groß.
Insbesondere bei Nahrungsmangel kommt es bei den Populationen der
klimatisch rauen Gebiete zu weiten Wanderungen in mildere Gebiete.
Dann finden sich die Eichelhäher auch zu großen Scharen zusammen.
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WASSERVÖGEL
Anatidae
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Anas platyrhynchos
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Merkmale |
Die
Stockente wiegt 700 bis 1.500 Gramm. Ihre Länge beträgt maximal
58 Zentimeter und ihre Flügelspannweite bis zu 95 Zentimeter- und
sie kann maximal 110 Kilometer pro Stunde schnell fliegen. Das
Prachtkleid des Männchens, Erpel genannt, ist grau, mit brauner
Brust, bräunlichem Rücken und schwarzen Ober- und
Unterschwanzdecken. Der Kopf ist metallisch grün mit weißem Halsring
darunter, der Schnabel grün-gelb. Am Hinterrand der Flügel befindet
sich ein metallisch blaues, weiß gesäumtes Band, der "Spiegel". Die
Schwanzspitzen sind aufgerollt (Erpellocken). Das Männchen ist von
Juli bis August im Schlichtkleid zu sehen, das dem Weibchen ähnelt.
Das Weibchen ist nicht so prächtig gefärbt und hat eine braun-grau
gesprenkelte Tarnfärbung. |
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Verbreitung |
Die
Stockente ist sehr anpassungsfähig und kommt fast überall vor,
wo es Gewässer gibt. Stockenten schwimmen auf Seen, in Teichen,
Binnengewässern, Bergseen und halten sich auch in kleinen Wald- und
Wiesengräben auf. |
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Merkmale |
Die
Krickente , auch Kriekente, ist eine Vogelart aus der Familie
der Entenvögel. Mit 35 bis 36 cm Länge ist sie die kleinste in
Europa vorkommende Entenart. Wie bei vielen Entenvögel üblich, zeigt
sich auch bei der Krickente ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus.
Beim Erpel (Männchen) im Prachtkleid ist der Kopf glänzend
kastanienbraun gefärbt, mit jederseits einem breiten glänzend grünen
Streifen, der das Auge umgibt, bis in den Nacken reicht und von
einem cremeweißen Rand eingefasst ist. Bei A. carolinensis fehlt
diese gelbweiße Konturlinie. Die Brust ist, im Gegensatz zur ähnlich
kleinen Knäkente , hell gefärbt (auch beim Weibchen). Aus dem
schwarzen Hinterteil des Erpels leuchtet jederseits ein buttergelbes
Dreieck hervor. |
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Verbreitung |
Krickenten legen ihre Nester gut versteckt in der Ufervegetation
entlang von Gewässern an. Gelegentlich lassen sich Nester finden,
die in einiger Entfernung vom Wasser gebaut sind. Die Ente legt ab
Ende April in dieses Nest etwa acht bis zehn Eier, die normalerweise
grünlich gefärbt sind. Auch cremefarbene Eier wurden jedoch in
freier Wildbahn festgestellt. Mit dem Beginn der Legezeit beginnen
Krickenten ein sehr unauffälliges Leben zu führen. Sie halten sich
in dieser Zeit bevorzugt in der dichten Ufervegetation auf. Die Eier
werden nur durch das Weibchen bebrütet. Gegen Ende der Brutzeit, was
etwa 21 bis 23 Tagen nach Legebeginn ist, verlassen die Erpel sogar
die Ente zur Mauser. |
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Merkmale |
Die
Reiherente erinnert mit ihrem markanten Federschopf an den des
Reihers. Weibchen, die zum Brüten eine bessere Tarnung benötigen,
haben eine wesentlich dunklere und bräunlichere Flanke. Ein weißes
Flügelband ist im Flug zu erkennen. |
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Verbreitung |
Der
Lebensraum der Reiherente sind Seen und Fliessgewässer. Reiherenten
sind auch in vielen städtischen Parkanlagen wildlebend anzutreffen.
Reiherenten sind, von Osten und Norden kommend, im 18. Jahrhundert
nach Mitteleuropa eingewandert. In Deutschland, Westpolen,
Frankreich, den Benelux-Staaten und an den Küsten rund um die
Nordsee sind sie ganzjährig anzutreffen, in Ungarn, Osteuropa,
Skandinavien und Island brüten sie im Sommer, an den Küsten rund um
das Mittelmeer und das Schwarze Meer verbringen viele Tiere den
Winter. Reiherenten werden aufgrund ihres attraktiven Äußeren, ihrer
Agilität und ihrer einfachen Haltung wegen seit lange als
Ziergeflügel gepflegt. Bereits im 17. Jahrhundert wurde sie sowohl
auf den Teichen in den Parkanlagen rund um Versailles sowie in
London gehalten. Schriftlich belegt ist ihre Erstzucht in
menschlicher Obhut allerdings erst für das Jahr 1848, als im
Londoner Zoo das erste Paar erfolgreich Küken aufzog. |
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Merkmale |
Der
Graureiher ist etwa storchengroß (ca.91 cm). Das Gefieder auf
Stirn und Oberkopf ist weiß, am Halse grauweiß und auf dem Rücken
aschgrau mit weißen Bändern. Er hat schwarze Augenstreifen sowie
drei lange schwarze Schopffedern, die einen Federbusch bilden, eine
dreifache schwarze Fleckenreihe am Vorderhals sowie schwarze
Schwingen. Er fliegt mit langsamen Flügelschlägen und bis auf die
Schultern zurückgezogenem Kopf, mit s-förmig gekrümmten Hals.
Während des Fluges ist regelmäßig ein lautes, raues "chräik" zu
hören. Er gleicht mit diesem Aussehen sehr dem nordamerikanischem
Kanadareiher, der dort eine ähnliche ökologische Nische wie der
europäische Graureiher besetzt. |
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Verbreitung |
Er ist
in den milderen Regionen Europas und Asiens zu finden, außerdem im
gesamten südlichen Afrika mit Ausnahme der südlichen Küstennamib. In
überwiegend eisfreien Regionen ist er ein Standvogel, in den anderen
Gebieten zieht er im Winter weiter südlich. In Österreich ist er
überwiegend ein Standvogel. In strengen Wintern, bei denen viele
freie Wasserflächen einfrieren, sind die Verluste der Population
sehr hoch.
Lebensraum: Der Graureiher hält sich besonders gerne an
seichten, durchwachsenen kleinen Tümpeln und Teichen auf, die
möglichst umbuscht und umwaldet sind. Trotz jahrhundertelanger
Verfolgung findet man den Graureiher in großer Zahl. Der Tiefpunkt
des Bestandes lag wohl in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Insbesondere nachdem er unter Schutz gestellt wurde, hat die
Population stark zugenommen. Besonders in Norddeutschland findet man
große Kolonien mit mehr als hundert Brutpaaren. |
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Merkmale |
Der
Silberreiher ist ein großer, weißer Reiher mit gelbem Schnabel
und dunklen Beinen. Seine Länge beträgt 85 bis 100 Zentimeter, die
Flügelspannweite beträgt 145 bis 170 Zentimeter und das Gewicht 1
bis 1,5 Kilogramm. Beide Reiherarten zählen zu den Schreitvögeln!
Typische Schreitvögel sind langbeinig. Sie suchen langsam schreitend
den Boden oder das Wasser nach Nahrung ab oder warten lauern auf
eine Gelegenheit, Beute zu machen. Rasche Ortsbewegungen werden
fliegend vollzogen. |
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Verbreitung |
Der
Silberreiher ist weltweit verbreitet und damit der am weitesten
verbreitete Reiher. neben dem amerikanischen Kontinent, wo er bis
Südkanada vorkommt, lebt er in Süd- und Mitteleuropa, darunter auch
Deutschland, in Afrika und im Nahen Osten. Er brütet regelmäßig am
Neusiedler See und in den Niederlanden. Im Jahre 2002 gelang der
Nachweis von Bruten in einem oberbayerischen Voralpensee.
Lebensraum: Der Silberreiher lebt in Schilfgürteln an Seen,
Flüssen und Altarmen sowie in Sümpfen, die mit Bäumen und Büschen
bestanden sind. Außerhalb der Brutzeit hält er sich auch gerne in
großflächigen Grünlandgebieten auf. Nahrung Insekten, Amphibien,
Fische und Mäuse bilden im Wesentlichen die Nahrung des
Silberreihers. |
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SCHNEPFEN
Scolopacidae
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Merkmale |
Die
Waldschnepfe ist in der Gestalt der Bekassine sehr ähnlich, ist
aber etwas größer und hat einen kürzeren Schnabel. Eine
ausgewachsene Waldschnepfe wird bis 38 cm groß und erreicht eine
Flügelspannweite bis zu 65 cm. Die Waldschnepfe kann bis 440 g
wiegen und ihr gerader, langer Schnabel wird bis 7 cm groß. Der
scheue Einzelgänger versteckt sich am Tag und wird meist erst in der
Dämmerung aktiv. Die Rückseite ist braun, schwarz und grau gemustert
und dient sehr gut der Tarnung. |
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Verbreitung |
Die
Waldschnepfe, benannt nach dem Lebensraum, lebt in feuchten Laub-
und Mischwäldern in fast ganz Europa. Im Winter ziehen die meisten
Waldschnepfen in den Mittelmeerraum oder nach Westeuropa an die
Atlantikküste. Auf dem Speiseplan der Waldschnepfe stehen Würmer,
Spinnen, Insekten und deren Larven. |
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Merkmale |
Die
Bekassine ist mit einer Körperlänge zwischen 25 und 28
Zentimeter eine mittelgroße, einheimische Schnepfenart. Wie bei
allen Schnepfen ist ihr Schnabel auffällig lang. Die Augen sitzen
seitlich am Kopf, was zu einem sehr großen Sichtfeld führt. Ihre
Beine sind für einen Watvogel relativ kurz und kräftig. Das Gefieder
weist eine bräunliche Tarnfärbung mit markanten Längsstreifen auf
Kopf und Rumpf auf. Sie ähnelt weitgehend der Doppelschnepfe, ist
aber etwas kleiner als diese und zeichnet sich durch Armschwingen
mit einer weißen Endbinde aus, die im Flug sichtbar sind. Der weiße
Bauchfleck ist bei der Bekassine etwas ausgedehnter und ihre Flanken
sind gleichfalls hell gelbbraund und dunkelbraun gebändert.
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Verbreitung |
Die
Bekassine kommt in Eurasien und je nach taxonomischer Einordnung
(siehe Unterarten) in Nordamerika vor. Hohe Populationsdichten in
Europa erreicht die Bekassine noch in Russland, dem Baltikum,
Skandinavien und dem östlichen Mitteleuropa. Größere Bestände gibt
es auch noch auf den Britischen Inseln und im Bereich der Nordsee. |